19. Juni 2026

Deckenbeleuchtung mit Lehm-Holz-Decken

Kunstlicht prägt Tag und Nacht die Atmosphäre mit, wie hier im Hortus. ©Maris Mezulis, Herzog & de Meuron
Beim Entwurf wird viel Wert auf die natürliche Beleuchtung von Innenräumen gelegt. Ebenso wichtig ist jedoch auch das Lichtdesign des Kunstlichts, welches die menschliche Wahrnehmung der Stimmung, Räume und Materialien mitprägt. Deckenbeleuchtungen werden häufig eingesetzt, da sie ohne Platzbedarf im Grundriss einen großflächigen und flexiblen Einsatz ermöglichen. Die Anschlüsse dafür müssen jedoch früh mit eingeplant werden, um eine effektive Vorproduktion und Realisierung zu ermöglichen. In Lehm-Holz-Decken kommt zusätzlich das strukturierte Raster dazu, welches in den Entwurf und die Platzierung miteinbezogen werden muss. In unseren bisherigen Projekten haben wir zwei Optionen realisiert, welche wir hier aufzeigen.

Installationen ,,Aufputz‘‘

Beim Projekt Hortus wurde im Sinne vom nachhaltigen Bauen das Prinzip der Systemtrennung umgesetzt. Die technischen Installationen wurden alle sichtbar geführt, um spätere Wartungen und allfällige Erneuerungen flexibel, und von der Struktur unabhängig, zu ermöglichen. Die Leitungsführung der Deckenbeleuchtung ist sichtbar und nachträglich am Bau angebracht, ohne Einlagen und Bohrungen. Herzog & de Meuron haben dies bei Hortus geschickt aufgegriffen und mitentworfen.

 

Eingelassene Deckenanschlüsse

Im Rahmen eines weiteren Neubaus wurden in den Decken eingelassene Deckenleuchten entwickelt, gemeinsam mit ERDEN Studio und gbd. Die Aussparungen werden direkt im Holzelement eingefräst und in den Stampflehm eingearbeitet. Auf der Baustelle können sie dann entweder mit Spots oder Hängeleuchten ausgestattet werden.